Musikalisch unterhaltsamer Abend – Man kommt in Weiß gekleidet, nimmt Platz an der weißen Tafel und verspeist Mitgebrachtes.
Der Heimatverein Rießen lädt zum 49. Internationalen Museumstag ein, in der von ihm betreuten Heimatstube Dorfgeschichte(n) und Traditionen ganz hautnah zu erleben. In fünf Themenräumen wurde die umfangreiche und wechselvolle Geschichte des Ortes dokumentiert und für Besucher erlebbar gemacht. Neben ländlicher Wohnkultur, Handwerk, Landwirtschaft und Bergbau zeigt ein vollständig rekonstruiertes Schulzimmer den Schulalltag früherer Schüler.
Gleich nebenan öffnet am Museumstag auch die Rießener Dorfkirche ihre Tür und lädt Besucher ein, das denkmalgeschützte Fachwerkgebäude aus dem 16. Jahrhundert zu besichtigen.
Wer sich ganz ausführlich informieren möchte, kann in der Heimatstube die aktuelle Dorfchronik erwerben, die im vergangenen Jahr anlässlich der 725-Jahrfeier des Dorfes und 425-Jahrfeier der Rießener Kirche erstellt wurde.
TIPP: Per Rad oder zu Fuß ca. 3,5 km dem Rautenkranzer Weg folgen und noch einen Abstecher zu dem idyllisch am Oder-Spree-Kanal gelegenen kleinen Wohnplatz Rautenkranz machen, an dessem liebevoll von den Bewohnern gestaltetem Dorfplatz die Historie des Ortes an der ehemaligen Grenze zwischen Sachsen und der Mark Brandenburg zu lesen ist.
Einkehrmöglichkeit: Gasthof „Zur frischen Quelle“, Kruggasse 1, 15890 Siehdichum OT Rießen (Öffnungszeiten: sonntags 10:00-13:00 Uhr, 18:00-21:00 Uhr)



Fotos Galerie: Annekatrin Schwaeger
Es ist der Wald, der sich seit dem 15. Jahrhundert durch die Geschichte des einstigen Angerdorfes zieht. Wilde Legenden von Heidereitern, die im Auftrag der Johanniter den Ordensforst durchstreiften, kursieren in Dammendorf. Im alten Schulhaus, das jetzt ein Forstmuseum ist und von der Dammendorfer Heimatgruppe betreut wird, erfährt man anschaulich viel Interessantes zur Forstwirtschaft und rührigen Forstleuten in wechselnden Zeiten.
TIPP: Spaziergang zu historischen Plätzen auf dem Ortslehrpfad oder Wanderung 6 Kilometer auf dem Waldlehrpfad mit Abstecher ins Schlaubetal zum Picknick am Großen Treppelsee.
An- und Abreise für den Erlebnistag: Ausflugbus A400 vom/zum RE1-Bahnhof Jacobsdorf mit Haltestellen u.a. in Müllrose, Schernsdorf, Kupferhammer und Dammendorf oder aus Richtung Beeskow und Eisenhüttenstadt mit dem PlusBus400 bis Dammendorf



Dort, wo einst die Schernsdorfer Kinder zur Schule gingen, kann man heute in die Geschichte des Dorfes eintauchen, die von den Mühen der Bauern, den Neuzeller Klosterbrüdern, den umliegenden Mühlen im Schlaubetal und weit gereisten Forstleuten erzählt.
Die Mitglieder der Heimatgruppe, die das Haus am kleinen Dorfplatz betreuen, haben Exponate aus den Schernsdorfer Haushalten ihrer Vorfahren und Zeitzeugnisse des früheren Dorflebens zusammengetragen und kennen dazu so manches Histörchen.
Nahe des Dorfes, auf einem Sporn im Wald, dem er den Namen „Sieh dich um“ gab, ließ der Neuzeller Abt Gabriel im Jahr 1746 ein Jägerhaus errichten. Auszubildende haben das Haus, das in den 1930-iger Jahren abgebaut wurde, gleich neben der Heimatstube noch einmal originalgetreu nachgebaut. Sehenswert ist der auf der anderen Seite der L37 liegende Dorfplatz mit Backofen und einige historische Gebäude, an denen Infotafeln über die früheren Bewohner berichten.
Wandertipp: Rundtour Kupferhammer-Siehdichum, Rundweg um den Hammersee
Einkehrmöglichkeiten:
* „Gaststätte am Schervenzsee“ auf dem Campingplatz
* Restaurant im Hotel „Forsthaus Siehdichum“
An- und Abreise für den Erlebnistag: Ausflugbus A400 vom/zum RE1-Bahnhof Jacobsdorf mit Haltestellen u.a. in Müllrose, Schernsdorf , Kupferhammer und Dammendorf.


