Das Schlaubetal hält für Wanderer und Naturfreunde außergewöhnliche Schauplätze und verborgene Schönheiten in unberührter Landschaft bereit.
Start / Ziel:
15890 Schlaubetal, OT Bremsdorf, Bushaltestelle Bremsdorfer Mühle
Länge / Dauer:
ca. 9 Kilometer / 2,5 Stunden
Anreise / Abreise:
PKW: B246 bis Parkplatz an der Jugendherberge Bremsdorfer Mühle oder am Großen Treppelsee
Bahn/ÖPNV: RE1 bis Jacobsdorf, danach Bus A400 (April bis Oktober an Wochenenden und Feiertagen) bis Haltepunkt Bremsdorfer Mühle oder Bahn bis Eisenhüttenstadt oder Beeskow, danach mit PlusBus400 bis Haltepunkt Bremsdorfer Mühle
Beschreibung:
Gespeist von Schlaube und Planfließ liegt der Große Treppelsee eingebettet in die dichten Wälder des Naturparks Schlaubetal und ist schon ein Erlebnisraum für sich.
Tauch langsam ein und starte deine Tour entlang eines wilden Erlenbruchs bis zur Brücke über das schlängelnde Planfließ. Dann folgt dein Weg dem Seeufer und gibt den Blick auf die in der Sonne glitzernde Seefläche mit Enten- und Haubentaucher-Paaren frei. Vielleicht kannst du heute einen Seeadler bei erfolgreicher Jagd beobachten? Alte Bäume umklammern mit mächtigen Wurzeln die Uferhänge und halten sie fest, Biber finden hier reichlich Material und Bauplätze.
Später, am Nordwestufer des Sees, triffst du auf die Schlaube, die gemächlich in Richtung Hammersee fließt. Eine kleine Brücke quert das Wasser und schenkt dir einen Pausenmoment. Still breitet sich der Bach in einer Sumpffläche aus, fast schwerelos scheinen kleine Bauminseln auf ihr zu schwimmen. Beim genauen Hinsehen kannst du Reste von Muscheln in Ufernähe entdecken.
Ganz anders zeigt sich das Westufer des Großen Treppelsee. Die säumenden Waldflächen bestehen aus wertvollen Buchen und Traubeneichen, durchmischt von Kiefern. Einige konnten den Stürmen und der Trockenheit mehrerer aufeinander folgender Jahre nicht trotzen und bilden nun bizarre, wilde Gebilde aus umgestürzten, abgebrochenen und gespaltenen Baumriesen und deren Wurzelstöcke. Als Totholz sind sie Lebensraum für zahlreiche Insekten, Vögel, Pilze und Fledermäuse und die Natur entwickelt im Selbstlauf bereits wieder neuen Wald.
Gleich erreichst du die Beobachtungshütte und hast einen wunderschönen Blick auf das gegenüberliegende Ufer des Großen Treppelsee. Am Nachmittag finden sich dort zahlreiche Grau- und Silberreiher ein, Schwäne ziehen ihre Kreise auf dem See. Im Frühjahr erscheint der Wald in unterschiedlichen Grünnuancen, in Herbst verzaubert er mit einem bunten Farbenmix.
Wenn du noch Lust auf einen kleinen Höhenflug hast, kannst du am Schluss der Wanderung den kleinen Aufstieg zum Aussichtspunkt „Himmel und Hölle“ erklimmen und dich vom Großen Treppelsee verabschieden.
Einkehrtipp:
In den Sommermonaten lädt an Wochenend- und Feiertagen der Imbiss des Campingplatzes am Großen Treppelsee zu einer Rast mit Grillwurst, Kuchen, Eis aus Beeskow und Getränken ein.
Karten / Literatur:
Naturparadies Schlaubetal, 1:50.000, ISBN 978-3-7473-0347-4,
Wanderführer „Wanderparadies Schlaubetal“, ISBN 978-3-941085-78-7

Foto: © Annekatrin Schwaeger