Kultur erfahren. Natur erleben. Geschichte entdecken. Eine Inspirierende Zeitreise per Rad durch das Leben und Wirken der Zisterziensermönche.
Diese Landschaft begeistert seit Jahrhunderten. Hier fanden die Zisterziensermönche Ruhe zur Einkehr und verwandelten wilde Natur in eine faszinierende Kulturlandschaft. Auf dieser zweitägigen Radtour durch das Klosterland zwischen Oderstrom, Neuzelle und Schlaubetal lässt sich dieses Erbe unmittelbar erfahren, während man entlang von Flüssen und Bächen in eine Welt voller Geschichten eintaucht.
Start / Ziel: Neuzelle, Kloster Neuzelle
Länge: 121 Kilometer
Anreise / Abreise: Bahn: RB 43 oder RE 10 nach Neuzelle
Logo / Wegmarkierung: Mönch auf Fahrrad auf weißem Untergrund

Streckenverlauf: Neuzelle, Schwerzko, Wellmitz, Coschen, Ratzdorf, Eisenhüttenstadt OT Fürstenberg, Aurith, Brieskow-Finkenheerd, Groß-Lindow, Kaisermühl, Müllrose, Schernsdorf, Mixdorf, Siehdichum, Dammendorf, Chossewitz, Treppeln, Möbiskruge, Neuzelle
Das Kloster Neuzelle gilt zurecht als „Barockwunder Brandenburgs“. Seine einzigartige Pracht verdankt es der Gefahr, die ihm als katholisches Kloster in der Reformation drohte: um der protestantischen Nüchternheit standzuhalten, wurde die Klosterkirche verschönert, bis sie über alle Maßen strahlte. Das Wunder wirkt bis heute, denn nach der Wiederansiedlung von Mönchen gibt es erneut ein reges Klosterleben.
Tipp: Sich die Zeit nehmen, die Klosteranlage mit dem Museum „Himmlisches Theater“ und dem prachtvollen Garten zu erkunden. Frühaufsteher können in der Stiftskirche St. Marien den morgendlichen Chorälen der Mönche lauschen, während die ersten Sonnenstrahlen den Kirchenraum durchfluten.
Die Tour führt in das Dorchetal mit seinen alten Wäldern, Feuchtwiesen und kleinen Schluchten. Am Bachlauf betrieben die Zisterzienser sechs Mühlen, von denen heute noch die Schwerzkower Mühle funktionstüchtig ist. Die seinerzeit moderne Technik „importierten“ die Mönche aus Italien. Ein Rundgang um die Mühlteiche lohnt.
Beim Bier wurden die Mönche handgreiflich
Durch kühlen Wald geht es leicht bergauf nach Wellmitz, einem einst bedeutenden Klosterbesitz. Berühmt wurde der Ort durch den „Wellmitzer Biermeilenstreit“, der sogar den Kaiser in Wien beschäftigte. Die Mönche pochten auf ihr Braumonopol und setzten ihr Ausschankrecht handgreiflich durch, indem sie fremdes Bier beschlagnahmten und sofort an „Weiber und Kinder“ ausschenkten.
Vom kleinen Fluss zum großen Strom
Es wird pedaliert bis nach Coschen an die Neiße. Der Ort wurde einst als Vorwerk des Klosters gegründet – einer von vielen ausgelagerten Landwirtschaftsbetrieben in den Niederungen, die erst durch den Deichbau der Mönche urbar gemacht wurden. Entlang der weiten Auenwiesen der Neiße wird Ratzdorf erreicht. Hier vereinen sich Neiße und Oder zu einer markanten Wasserlandschaft. Die Mönche nutzten den früheren Schifferort als wichtigen Umschlagsplatz für ihre Güter und versuchten mit einer strengen „Dingetagsordnung“, die nächtlichen Tanzereien der Schiffer einzuschränken. Ergebnis: viele Bürger von Ratzdorf wurden evangelisch.
Weiter geht es entlang der Oder. Zur Linken steigt über den Wiesen die Silhouette des Klosters auf, zum Strom hin öffnet sich eine weite Auenlandschaft. Bald taucht die historische Altstadt von Fürstenberg auf, wo einst der Deichbau bis Ratzdorf begann – ein Werk von unvorstellbarem Ausmaß, für das die Mönche 150 Bürger für den Bau über drei Jahrzehnte in die Pflicht nahmen.
Unbeschwert rollt es durch die Ziltendorfer Niederung. Dein Blick schweift über die Weite aus Schilf, Wassergräben und Wiesen. Das Mosaik aus Lebensräumen macht die Niederung heute zu einem ganzjährig interessanten Birdwatching-Spot. Schon im Mittelalter boten die Auen rund um Aurith beste Bedingungen für eine klösterliche Imkerei.
Waldbrände im Grenzland
Die Route folgt bei Brieskow nun dem Friedrich-Wilhelm-Kanal, der einst Spree und Oder verband und heute mit verwunschenem Charme bezaubert. Der Kanal bildete auch die Grenze zwischen den Ländereien der Neuzeller und Frankfurter Klöster. Die Besitztümer wechselten ständig. Da beide Orden nicht zimperlich mit ihren Untertanen umgingen, streikten gerade die Bauern aus Lindow und zündeten aus Protest immer wieder die Wälder an.
Im idyllischen Kaisermühl überquert man den Oder-Spree-Kanal und fährt an der historischen Kaisermühle vorbei, die an der Schlaube zur Einkehr einlädt. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Großen Müllroser See. Ein Muss zum Abschluss: An der städtischen Promenade innehalten und den „Lieblingsblick“ über die Weite des Sees schweifen lassen.
Siehdichum im Schlaubetal: ein Name, der zur Phantasie einlädt
Von Müllrose aus tauchst Du ein ins Schlaubetal, Brandenburgs schönstes Bachtal. Die Tour führt dich zur historischen Ragower Mühle, einem Ort wie aus dem Märchenbuch. Hier kann man sich einen Moment Zeit auf der kleinen Brücke nehmen, um dem Plätschern der Schlaube zu lauschen, oder sich auch eine Pause im Gasthaus gönnen.
Weiter geht es nach Siehdichum. Für die Mönche war der Wald eine wichtige Erwerbsquelle, vielerorts wurde gerodet – hier jedoch blieb er bewusst intakt, und an der schönsten Stelle der Schlaube entstand ein Jagdhaus als Ort der Erholung. Der Name ist bis heute Programm: Sieh dich um – immer wieder öffnen sich schöne Blicke über den Hammersee im Tal, etwa vom ehemaligen Jagdhaus, das heute als Forsthaus Gäste empfängt.
Von falschen Fischen und Fälschern
Man erreicht den Wirchensee, den die Mönche zur Fischzucht nutzten – Fisch war zentral für die Versorgung, besonders zur Fastenzeit. Überliefert ist die Anekdote, man habe der Fleischeslust wegen die Fastenregeln kreativ ausgelegt: Schweine seien „zu Fischen erklärt“ worden, indem man sie im Wasser versenkte und anschließend „fischte“. Ein kurzer Fußweg zum Försterblick belohnt mit einer spektakulären Aussicht von oben.
Die Tour verlässt das Schlaubetal und führt nach Treppeln, wo im heutigen Gasthof Köhler ein Stück rebellische Klostergeschichte geschrieben wurde. Hier plante im 18. Jahrhundert Bauernführer Georg Wollenberg seinen Aufstand. Mit gefälschten Dokumenten brachte er das Wirtschaftssystem des Klosters so sehr ins Wanken, dass die Ländereien der Mönche neu vermessen werden mussten. Der Aufstand endete tragisch: Wollenberg bezahlte mit seinem Leben.
Tipp: Zurück in Neuzelle dem ausgeschilderten Weg zum Kulisch Berg folgen und die Tour mit einem grandiosen Lieblingsblick von oben auf das Barockwunder Brandenburgs abschließen.
Sehenswertes:
Einkehrtipps:
Übernachtungstipps:
Tour auf komoot scannen oder hier

Foto: Harald Schwaeger
Das Schlaubetal ist nur etwas für Wanderer? Mitnichten! Wer an einem Tag mehr stille Seen, verträumte Dörfer mit kleinen Feldsteinkirchen und jede Menge Mühlen entdecken möchte, für den ist die 56 Kilometer lange Schlaubetal-Radtour die erste Wahl.
Start / Ziel: Müllrose
Länge / Dauer: 56 Kilometer / ca. 3,5 Stunden
Logo / Wegstreckenzeichen: gelbes geschwungenes „S“ und ein blaues Fahrrad mit Korb & Sonnenblume

Wegebeschaffenheit / Streckenausbau: vorwiegend asphaltiert
Verlauf: Müllrose, Mixdorf, Schervenzsee, Schernsdorf, Fünfeichen, Kieselwitz, Treppeln/Wirchensee, Chossewitz, Klingemühle, Dammendorf, Siehdichum, Ragower Mühle, Kaisermühl, Müllrose
An- / Abreise:
Anreise: mit RE1 bis Frankfurt (Oder), weiter mit RB36 (Königs Wusterhausen) bis Müllrose
Abreise: RB36 bis Frankfurt (Oder), anschließend RE1
Wegbeschreibung:
Zauberhafte Orte, stille Seen und verschlungene Pfade wie in einem kleinen Urwald – das Schlaubetal scheint einem Märchen entsprungen zu sein. Diese idyllische Region gibt es wirklich und lädt dazu ein, auf einer Radtour in die Vergangenheit einzutauchen. Hier, wo einst die Schlaube mit ihrem Wasser zahlreiche Mühlen antrieb, kann man noch heute die Faszination alter Mühlräder und das Rauschen des Wassers erleben.
Die erste Mühle steht gleich in Müllrose, ein großer Backsteinbau, der als älteste und zugleich letzte Mühle im Schlaubetal noch heute Getreide mahlt. Auch wenn in den meisten Mühlen das letzte Korn längst gemahlen ist, bieten sie heute noch einen anderen Genuss: Einige wurden zu Restaurants und Hotels umgebaut, wie die Kaisermühle an der Alten Schlaube, unweit des Oder-Spree-Kanals. Ein Stopp in der Ragower Mühle, die als einzige im Schlaubetal die alte Mühlentechnik bewahrt hat, ist wie eine kleine Zeitreise.
Das Schlaubetal ist aber nicht nur für seine Mühlen bekannt, sondern auch für seine reiche Flora und Fauna. Mit etwas Glück kreist ein Seeadler am Himmel, fliegt ein Eisvogel vorbei oder lässt der Schwarzspecht sein Hämmern ertönen. Der Schervenzsee ist ein idealer Ort für eine Rast und ein erfrischendes Bad im klaren Wasser. Am Wirchensee, wo die Schlaube unweit in Wiesen entspringt, bietet der „Försterblick“ einen grandiosen Ausblick über den See. Nach kleinen Anstiegen und rasanten Abfahrten, bei denen einem der Fahrtwind um die Nase weht, kann man unterwegs die Ruhe und Schönheit des Schlaubetals in vollen Zügen genießen.
Unser Tipp: Einstimmung auf die Tour – Besuch des Naturparkhauses neben dem Haus des Gastes in Müllrose. Unterwegs – einfach mal Rast einlegen, innehalten und die Stille hören.
Sehenswertes:
Müllrose: Naturparkhaus neben der Schlaubetal-Information im Haus des Gastes, barocke Pfarrkirche, Müllroser Mühle mit Mühlenladen
Mixdorf: Dorfplatz mit Kirche, Kupferhammer an der Schlaube
Schervenzsee: Campingplatz mit Badestelle
Treppeln: Rundwanderweg Wirchensee mit Försterblick, Rundweg Schlaubemühle
Chossewitz: Wildbienenlehrpfad, Fachwerkkirche
Dammendorf: Ortslehrpfad, Waldlehrpfad, Heidereiterei- und Forstmuseum,
Siehdichum: Forsthaus Siehdichum, Försterfriedhof,
Schernsdorf: Ragower Mühle
Müllrose: Kaisermühle, Historisches Feuerwehrgerätehaus mit Schlauchturm
Einkehrmöglichkeiten:
Marktrestaurant, Müllrose
Gaststätte und Imbiss am Schlaubetal Camping Schervenzsee, Schernsdorf
Gaststätte „WaldSeeHotel Wirchensee“, Neuzelle OT Treppeln
Gaststätte „Forsthaus Siehdichum“, Siehdichum OT Schernsdorf
Ragower Mühle, Siehdichum OT Schernsdorf
Gaststätte „Hotel Kaisermühle“, Müllrose OT Kaisermühl
Gut Schlafen und Campen:
Hotel „Haus Katharinensee“, Müllrose
Hotel Kaisermühle, Müllrose
Campingplatz Müllrose, Müllrose
Schlaubetal Camping Schervenzsee, Schernsdorf
WaldSeeHotel Wirchensee, Treppeln
Campingfreunde Chossewitz, Chossewitz
Ferienhaussiedlung Chossewitz
Pension Traumfänger, Chossewitz
Forsthaus Siehdichum, Siehdichum
Karten / Literatur bestellbar über den Seenland-Shop
Tour auf komoot scannen oder hier

Foto: Constanze Mikeska, Titel: Dorfteich in Mixdorf
Diese idyllische Fahrradtour beginnt am romantisch an der Alten Schlaube gelegenen Hotel Kaisermühle und führt entlang des Friedrich-Wilhelm-Kanals durch abwechslungsreiche Naturlandschaften. Besonders für Vogelbeobachter bietet die Strecke zahlreiche Gelegenheiten z.B. Eisvögel, Schellenten und verschiedene Rohrsänger zu entdecken.
Start / Ziel: Hotel Kaisermühle, Forststraße 13, 15299 Müllrose OT Kaisermühl
Länge: 17 Kilometer
Verlauf: Müllrose, Schlaubehammer, Friedrich-Wilhelm-Kanal, Groß Lindow, Müllroser Heide/Callinenberge, Müllrose
Wegbeschreibung:
Die Tour startet am Hotel Kaisermühle, direkt an der Alten Schlaube. Bereits hier lohnt es sich, das Fernglas zu zücken, da Gebirgsstelzen oft am Bach zu beobachten sind. Zunächst führt die Strecke auf der Forststraße bis zur Brücke über den Oder-Spree-Kanal, der in Richtung des nördlich gelegenen Teils von Kaisermühl überquert wird.
Nach der Brücke folgt man dem Radweg parallel zum Kanal nach Osten. Ab Schlaubehammer führt die Route entlang des Friedrich-Wilhelm-Kanals auf dem Treidelpfad, der sich nördlich des Kanals durch eine malerische Landschaft mit vielen Beobachtungsmöglichkeiten schlängelt. Im Sommer sind hier Teich- und Drosselrohrsänger zu hören, während Mönchsgrasmücken in den Büschen huschen. Das ganze Jahr über können Eisvögel gesichtet werden. Besonders im Winter sind breitere Kanalabschnitte nahe der zahlreichen, heute verfallenen, Schleusen ideale Beobachtungsorte für Schellenten und Gänsesäger.
Nach 6 km erreicht man Groß Lindow. Bänke am kleinen Hafen laden zur Rast ein. Der Treidelkahn schaukelt auf dem Wasser und wartet auf seine nächste Fahrt. Nach der Brücke über den Kanal folgt man der Ernst-Thälmann-Straße bis zur Karl-Marx-Straße. Nach wenigen Metern biegt die Route links ab. Auf dem Blockweg beginnt nach dem Dorfausgang ein typischer Abschnitt Brandenburger Waldlandschaft. Nach einem Kilometer wird der Oder-Spree-Kanal erneut überquert. Von der Blockwegbrücke lassen sich Graureiher und im Winter auch Silberreiher am Ufer entdecken. Nach weiteren 3 km durch den Wald gelangt man zum Roten Fließ. Der dortige Rastplatz bietet sich für eine Pause an, während der Tannen- und Haubenmeisen in den Baumwipfeln zu beobachten sind. Im Frühling singen hier Schilfrohrsänger aus dem Röhricht.
Vom Rastplatz geht es 200 m zurück. Der gut befahrbare Waldweg führt an der Wegkreuzung links Richtung Müllrose an den 84 m hohen Callinenbergen vorbei. In diesem Abschnitt sind Buntspechte, Schwarzspechte sowie verschiedene Meisenarten wie Blau-, Tannen- und Kohlmeisen zu sehen. Nach etwa 4 km erreicht man die historische Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen. Auszubildende des Forstbetriebes haben hier ein kleines Wachhäuschen und Grenzpfähle aufgestellt. Auf einer Infomationstafel wird die Geschichte dazu erzählt.
Schließlich geht es auf einem gut ausgebauten Radweg in nordöstlicher Richtung weiter, bis nach gut 2 km wieder der Ausgangspunkt an der Kaisermühle erreicht wird. Dort kann man im Restaurant des Hotels die Tour mit einer Stärkung ausklingen lassen.
Tipps:
Beste Zeit: Auf dieser Tour kann man das ganz Jahr über gut Vögel beobachten.
Ausrüstung: Ein Fernglas ist empfehlenswert, um Eisvögel, Schellenten und Schwarzspechte besser beobachten zu können.
Einkehrmöglichkeiten:
Gaststätte im Hotel Kaisermühle, Müllrose
Gaststätte „Waldschänke“, Schlaubehammer
Gaststätte „Die Preussenstuben“, Groß Lindow
Café „Holzappel“, Groß Lindow
Tour auf komoot scannen oder hier

Foto: Constanze Mikeska, Titel: Treidelpfad am Friedrich-Wilhelm-Kanal
Die Tour startet in Müllrose und führt durchs Schlaubetal bis zum „Barockwunder Brandenburgs“ nach Neuzelle.
Start: Müllrose, Bahnhof
Ziel: Neuzelle, Bahnhof
Länge: 44 Kilometer
Wegebeschaffenheit / Streckenausbau: vorwiegend asphaltiert
Anreise: Nach Müllrose mit dem RB 36 Richtung Königs Wusterhausen oder Frankfurt (Oder)
Abreise: Von Neuzelle mit dem RB 43 oder RE 10
Verlauf der Tour: Müllrose, Ragower Mühle, Mixdorf, Kupferhammer, Siehdichum, Dammendorf, Chossewitz, Treppeln, Koppeln, Möbiskruge, Neuzelle
Wegbeschreibung:
Die Tour beginnt in Müllrose, das sich den historischen Charme eines ehemaligen Ackerbürgerstädtchens bewahrt hat. Neben der beeindruckenden barocken evangelischen Pfarrkirche, trägt auch der Große Müllroser See mit seinen gut 130 Hektar zum Stadtbild bei. Ein Besuch im Naturparkhaus des Naturparks Schlaubetal vermittelt Einblicke in seine vielfältige Naturwelt und ihre Entstehung: im Norden gekennzeichnet durch Bäche, Seen, Moore, Wiesen und ausgedehnte Wälder, im Süden mit der Reicherskreuzer Heide. Von den verschiedenen Mühlen im Schlaubetal ist die Müllroser Mühle die älteste und noch heute in Betrieb. Der kleine Mühlenladen gleich nebenan führt hauseigene Mehlmischungen, Backzubehör und regionale Produkte.
Malerisch führt der weitere Verlauf auf gut ausgebauten Radwegen durch das idyllische Schlaubetal. Die am Weg liegenden, zur Rast einladenden Forst- und Gasthäuser, Dorfkirchen und kleinen Heimatmuseen verleihen dem Schlaubetal seinen traditionellen Charme.
Die Tagestour endet in Neuzelle. Die Brüder des Zisterzienserordens, die hier im Mittelalter ein Kloster erbauten, hatten ein Gespür für das Besondere des Ortes. Heute ist das Kloster Neuzelle, das anerkennend als das „Barockwunder Brandenburg“ bezeichnet wird, eine der wenigen vollständig erhaltenen Klosteranlagen in Europa. Nicht verpassen sollte man einen Besuch im „Himmlischen Theater“. Für die einzigartigen Neuzeller Passionsdarstellungen wurde extra ein neues Museum unter dem Weinberg gebaut. Der Blick von den oberen Terrassen über den wieder hergestellten Barockgarten mit seiner Orangerie und die Oderniederung gehört zu den schönsten Ausblicken des Landes Brandenburg.
Sehenswert an der Strecke:
Müllrose: Barocke Pfarrkirche, Naturparkhaus Müllrose neben der Schlaubetal-Information im Haus des Gastes, Müllroser Mühle mit Mühlenladen
Schernsdorf: Ragower Mühle
Mixdorf: Kupferhammer
Siehdichum: Försterfriedhof, Forsthaus Siehdichum
Dammendorf: Heidereiterei- und Forstmuseum, Ortslehrpfad
Chossewitz: Wildbienenlehrpfad, Dorfkirche
Treppeln: Lieblingsblick „Försterblick“ am Wirchensee
Möbiskruge: Wehrkirche
Neuzelle: Strohhaus, Kloster Neuzelle mit Klosterkirche und Gartenanlage, Museum „Himmlisches Theater“, Klosterbrauerei
Einkehrmöglichkeiten:
Gasthaus „Ragower Mühle“, Schernsdorf
Gaststätte „Forsthaus Siehdichum“
Gaststätte „WaldSeeHotel Wirchensee“, Treppeln
Gasthaus Köhler, Treppeln
Gaststätte „Prinz Albrecht“, Neuzelle
Gaststätte „Klosterklause“, Neuzelle
„Wilde Klosterküche“, Neuzelle
Café „Olea & Cafea“, Neuzelle
Weitere Informationen hier.






Fotos: oben, Galerie 1-4: Constanze Mikeska, Galerie 5,6: Annekatrin Schwaeger
Der Tag beginnt im Kloster Neuzelle. Hier kann man einem ganz besonderen Moment beiwohnen, wenn man in der katholischen Stiftskirche St. Marien in den frühen Morgenstunden den Chorälen der Zisterziensermönche lauscht und die ersten Sonnenstrahlen langsam den Kirchenraum durchfluten.
Start/Ziel: Kloster Neuzelle, Stiftsplatz 5, Neuzelle
Länge /Dauer: 37 Kilometer / ca. 3 Stunden
An- und Abfahrt: RE1 bis Frankfurt (Oder), weiter mit RB43 Richtung Falkenberg nach Neuzelle
Verlauf der Tour: Neuzelle, Möbiskruge, Koppeln, Treppeln, Bahro, Henzendorf, Reicherskreuzer Heide, Henzendorf, Bahro, Ossendorf, Kummro, Neuzelle
Wegbeschreibung:
Vom Erholungsort Neuzelle führt die Tour auf einem gut ausgebauten Radweg nach Möbiskruge, wo man an der kleinen Wehrkirche eine erste Pause einlegen kann. Dann geht es weiter bis nach Kobbeln. Nur wenige Meter vom Weg entfernt befindet sich der größte Findling der Region, der während der Eiszeit eine weite Reise hinter sich gelegt hat. In Treppeln angekommen kann ein kleiner Abstecher zum sagenumwobenen Teufelsstein gemacht werden.
Bis nach Henzendorf ist es nicht mehr weit und man gelangt von dort aus direkt in die Reicherskreuzer Heide. Aus der Ferne erblickt man Steine, die den Eindruck erwecken, als ob sie auf einer Perlenkette aufgefädelt wären. Ein Abstecher zum Findlingspark lohnt sich. Die Steine dort erzählen ihre eigene Geschichte.
Ab hier wird der Weg etwas sandig. Es wird empfohlen, das Rad stehen zu lassen und zu Fuß weiter zu gehen. Nur wenige Meter und man befindet sich mitten in der Heidelandschaft, im südlichen Teil des Naturparks Schlaubetal. Im August und September blüht hier ein kleiner violetter Traum, wenn sich der blütenreiche Teppich ausbreitet. Auf dem 4 Kilometer langen Naturlehrpfad durch die Reicherskreuzer Heide erfährt man vieles zur Entstehung und Pflege dieser Landschaft sowie über die sehr seltenen, hier beheimateten Tier- und Pflanzenarten.
Zurück nach Neuzelle führt die Tour durch kleine Dörfer, die sich ihre Individualität bewahrt haben. Hier lassen sich dörfliche Idylle und Landschaftsräume, die sie miteinander verbinden, genießen.
Sehenswertes an der Strecke:
Kloster Neuzelle mit Kirchen, Museen und Gartenanlage, Neuzelle
Klosterbrauerei, Neuzelle
Museum „Strohhaus“, Neuzelle
Wehrkirche, Möbiskruge
Kobbelner Stein, Koppeln
Teufelsstein, Treppeln
Kirche mit separatem Kirchturm, Henzendorf
Findlingspark, Henzendorf
Naturlehrpfad, Reicherskreuzer Heide
Einkehrmöglichkeiten:
Gasthaus Köhler, Treppeln
Gaststätte „Prinz Albrecht“, Neuzelle
Gaststätte „Klosterklause“, Neuzelle
„Wilde Klosterküche“, Neuzelle
Café „Olea & Cafea“, Neuzelle
Mehr Informationen hier






Fotos: oben, Galerie 3-5: Constanze Mikeska, Galerie 1: Annekatrin Schwaeger, Galerie 2,6: Harald Schwaeger
Das Hotel „Haus Katharinensee“ in Müllrose bietet eine E-Bike-Ladestation sowie einen Fahrradverleih mit zehn Fahrrädern und sechs E-Bikes, die nach Anmeldung zur Verfügung stehen. Die Lage direkt am Katharinensee lädt während der Ladezeit zum Verweilen ein – etwa bei einem Spaziergang, einer Bootstour oder im hauseigenen Terrassencafé.
Tipp: Die Umgebung bietet viele gut ausgebaute Radwege und Wanderrouten durch den Naturpark Schlaubetal und das Umland von Müllrose. Kartenmaterial dazu gibt es in der Schlaubetal-Information im Haus des Gastes und Anregungen beim Besuch des Naturparkhauses Schlaubetal gleich hinter dem Marktplatz im Kietz.
Foto: Constanze Mikeska