Kultur erfahren. Natur erleben. Geschichte entdecken. Eine Inspirierende Zeitreise per Rad durch das Leben und Wirken der Zisterziensermönche.
Diese Landschaft begeistert seit Jahrhunderten. Hier fanden die Zisterziensermönche Ruhe zur Einkehr und verwandelten wilde Natur in eine faszinierende Kulturlandschaft. Auf dieser zweitägigen Radtour durch das Klosterland zwischen Oderstrom, Neuzelle und Schlaubetal lässt sich dieses Erbe unmittelbar erfahren, während man entlang von Flüssen und Bächen in eine Welt voller Geschichten eintaucht.
Start / Ziel: Neuzelle, Kloster Neuzelle
Länge: 121 Kilometer
Anreise / Abreise: Bahn: RB 43 oder RE 10 nach Neuzelle
Logo / Wegmarkierung: Mönch auf Fahrrad auf weißem Untergrund

Streckenverlauf: Neuzelle, Schwerzko, Wellmitz, Coschen, Ratzdorf, Eisenhüttenstadt OT Fürstenberg, Aurith, Brieskow-Finkenheerd, Groß-Lindow, Kaisermühl, Müllrose, Schernsdorf, Mixdorf, Siehdichum, Dammendorf, Chossewitz, Treppeln, Möbiskruge, Neuzelle
Das Kloster Neuzelle gilt zurecht als „Barockwunder Brandenburgs“. Seine einzigartige Pracht verdankt es der Gefahr, die ihm als katholisches Kloster in der Reformation drohte: um der protestantischen Nüchternheit standzuhalten, wurde die Klosterkirche verschönert, bis sie über alle Maßen strahlte. Das Wunder wirkt bis heute, denn nach der Wiederansiedlung von Mönchen gibt es erneut ein reges Klosterleben.
Tipp: Sich die Zeit nehmen, die Klosteranlage mit dem Museum „Himmlisches Theater“ und dem prachtvollen Garten zu erkunden. Frühaufsteher können in der Stiftskirche St. Marien den morgendlichen Chorälen der Mönche lauschen, während die ersten Sonnenstrahlen den Kirchenraum durchfluten.
Die Tour führt in das Dorchetal mit seinen alten Wäldern, Feuchtwiesen und kleinen Schluchten. Am Bachlauf betrieben die Zisterzienser sechs Mühlen, von denen heute noch die Schwerzkower Mühle funktionstüchtig ist. Die seinerzeit moderne Technik „importierten“ die Mönche aus Italien. Ein Rundgang um die Mühlteiche lohnt.
Beim Bier wurden die Mönche handgreiflich
Durch kühlen Wald geht es leicht bergauf nach Wellmitz, einem einst bedeutenden Klosterbesitz. Berühmt wurde der Ort durch den „Wellmitzer Biermeilenstreit“, der sogar den Kaiser in Wien beschäftigte. Die Mönche pochten auf ihr Braumonopol und setzten ihr Ausschankrecht handgreiflich durch, indem sie fremdes Bier beschlagnahmten und sofort an „Weiber und Kinder“ ausschenkten.
Vom kleinen Fluss zum großen Strom
Es wird pedaliert bis nach Coschen an die Neiße. Der Ort wurde einst als Vorwerk des Klosters gegründet – einer von vielen ausgelagerten Landwirtschaftsbetrieben in den Niederungen, die erst durch den Deichbau der Mönche urbar gemacht wurden. Entlang der weiten Auenwiesen der Neiße wird Ratzdorf erreicht. Hier vereinen sich Neiße und Oder zu einer markanten Wasserlandschaft. Die Mönche nutzten den früheren Schifferort als wichtigen Umschlagsplatz für ihre Güter und versuchten mit einer strengen „Dingetagsordnung“, die nächtlichen Tanzereien der Schiffer einzuschränken. Ergebnis: viele Bürger von Ratzdorf wurden evangelisch.
Weiter geht es entlang der Oder. Zur Linken steigt über den Wiesen die Silhouette des Klosters auf, zum Strom hin öffnet sich eine weite Auenlandschaft. Bald taucht die historische Altstadt von Fürstenberg auf, wo einst der Deichbau bis Ratzdorf begann – ein Werk von unvorstellbarem Ausmaß, für das die Mönche 150 Bürger für den Bau über drei Jahrzehnte in die Pflicht nahmen.
Unbeschwert rollt es durch die Ziltendorfer Niederung. Dein Blick schweift über die Weite aus Schilf, Wassergräben und Wiesen. Das Mosaik aus Lebensräumen macht die Niederung heute zu einem ganzjährig interessanten Birdwatching-Spot. Schon im Mittelalter boten die Auen rund um Aurith beste Bedingungen für eine klösterliche Imkerei.
Waldbrände im Grenzland
Die Route folgt bei Brieskow nun dem Friedrich-Wilhelm-Kanal, der einst Spree und Oder verband und heute mit verwunschenem Charme bezaubert. Der Kanal bildete auch die Grenze zwischen den Ländereien der Neuzeller und Frankfurter Klöster. Die Besitztümer wechselten ständig. Da beide Orden nicht zimperlich mit ihren Untertanen umgingen, streikten gerade die Bauern aus Lindow und zündeten aus Protest immer wieder die Wälder an.
Im idyllischen Kaisermühl überquert man den Oder-Spree-Kanal und fährt an der historischen Kaisermühle vorbei, die an der Schlaube zur Einkehr einlädt. Von hier ist es nicht mehr weit bis zum Großen Müllroser See. Ein Muss zum Abschluss: An der städtischen Promenade innehalten und den „Lieblingsblick“ über die Weite des Sees schweifen lassen.
Siehdichum im Schlaubetal: ein Name, der zur Phantasie einlädt
Von Müllrose aus tauchst Du ein ins Schlaubetal, Brandenburgs schönstes Bachtal. Die Tour führt dich zur historischen Ragower Mühle, einem Ort wie aus dem Märchenbuch. Hier kann man sich einen Moment Zeit auf der kleinen Brücke nehmen, um dem Plätschern der Schlaube zu lauschen, oder sich auch eine Pause im Gasthaus gönnen.
Weiter geht es nach Siehdichum. Für die Mönche war der Wald eine wichtige Erwerbsquelle, vielerorts wurde gerodet – hier jedoch blieb er bewusst intakt, und an der schönsten Stelle der Schlaube entstand ein Jagdhaus als Ort der Erholung. Der Name ist bis heute Programm: Sieh dich um – immer wieder öffnen sich schöne Blicke über den Hammersee im Tal, etwa vom ehemaligen Jagdhaus, das heute als Forsthaus Gäste empfängt.
Von falschen Fischen und Fälschern
Man erreicht den Wirchensee, den die Mönche zur Fischzucht nutzten – Fisch war zentral für die Versorgung, besonders zur Fastenzeit. Überliefert ist die Anekdote, man habe der Fleischeslust wegen die Fastenregeln kreativ ausgelegt: Schweine seien „zu Fischen erklärt“ worden, indem man sie im Wasser versenkte und anschließend „fischte“. Ein kurzer Fußweg zum Försterblick belohnt mit einer spektakulären Aussicht von oben.
Die Tour verlässt das Schlaubetal und führt nach Treppeln, wo im heutigen Gasthof Köhler ein Stück rebellische Klostergeschichte geschrieben wurde. Hier plante im 18. Jahrhundert Bauernführer Georg Wollenberg seinen Aufstand. Mit gefälschten Dokumenten brachte er das Wirtschaftssystem des Klosters so sehr ins Wanken, dass die Ländereien der Mönche neu vermessen werden mussten. Der Aufstand endete tragisch: Wollenberg bezahlte mit seinem Leben.
Tipp: Zurück in Neuzelle dem ausgeschilderten Weg zum Kulisch Berg folgen und die Tour mit einem grandiosen Lieblingsblick von oben auf das Barockwunder Brandenburgs abschließen.
Sehenswertes:
Einkehrtipps:
Übernachtungstipps:
Tour auf komoot:
Scan den Code zur komoot-Tour:

Foto: Harald Schwaeger
Das Schlaubetal ist nur etwas für Wanderer? Mitnichten! Du willst an einem Tag mehr stille Seen, verträumte Dörfer mit kleinen Feldsteinkirchen und jede Menge Mühlen entdecken? Dann ist die 56 Kilometer lange Schlaubetal-Radtour für dich die erste Wahl.
Start / Ziel: Müllrose
Länge / Dauer: 56 Kilometer / ca. 4 Stunden
Logo / Wegstreckenzeichen: oranges geschwungenes „S“ und ein blaues Fahrrad mit Korb & Sonnenblume

Wegebeschaffenheit / Streckenausbau: vorwiegend asphaltiert
Verlauf: Müllrose, Mixdorf, Schervenzsee, Schernsdorf, Fünfeichen, Kieselwitz, Treppeln/Wirchensee, Chossewitz, Klingemühle, Dammendorf, Siehdichum, Ragower Mühle, Kaisermühl, Müllrose
An- / Abreise:
Anreise: mit RE1 bis Frankfurt (Oder), weiter mit RB36 (Königs Wusterhausen) bis Müllrose
Abreise: RB36 bis Frankfurt (Oder), anschließend RE1
Wegbeschreibung:
Zauberhafte Orte, stille Seen und verschlungene Pfade wie in einem kleinen Urwald – das Schlaubetal scheint einem Märchen entsprungen zu sein. Diese idyllische Region gibt es wirklich und lädt dich dazu ein, auf einer Radtour in die Vergangenheit einzutauchen. Hier, wo einst die Schlaube mit ihrem Wasser zahlreiche Mühlen antrieb, kannst du noch heute die Faszination alter Mühlräder und das Rauschen des Wassers erleben.
Die erste Mühle steht gleich in Müllrose, ein großer Backsteinbau, der als älteste und zugleich letzte Mühle im Schlaubetal noch heute Getreide mahlt. Auch wenn in den meisten Mühlen das letzte Korn längst gemahlen ist, bieten sie heute noch einen anderen Genuss: Einige wurden zu Restaurants und Hotels umgebaut, wie die Kaisermühle an der Alten Schlaube, unweit des Oder-Spree-Kanals. Dein Stopp in der Ragower Mühle, die als einzige im Schlaubetal die alte Mühlentechnik bewahrt hat, ist wie eine kleine Zeitreise.
Das Schlaubetal ist aber nicht nur für seine Mühlen bekannt, sondern auch für seine reiche Flora und Fauna. Mit etwas Glück kreist ein Seeadler am Himmel, fliegt ein Eisvogel vorbei oder lässt der Schwarzspecht sein Hämmern ertönen. Der Schervenzsee ist ein idealer Ort für eine Rast und ein erfrischendes Bad im klaren Wasser. Am Wirchensee, wo die Schlaube unweit in Wiesen entspringt, bietet dir der „Försterblick“ einen grandiosen Ausblick über den See. Nach kleinen Anstiegen und rasanten Abfahrten, bei denen dir der Fahrtwind um die Nase weht, kannst du unterwegs die Ruhe und Schönheit des Schlaubetals in vollen Zügen genießen.
Tipp:
Einstimmung auf die Tour – Besuch des Naturparkhauses neben dem Haus des Gastes in Müllrose. Unterwegs – einfach mal Rast einlegen, innehalten und die Stille hören.
Sehenswertes:
Müllrose: Naturparkhaus neben der Schlaubetal-Information im Haus des Gastes, barocke Pfarrkirche, Müllroser Mühle mit Mühlenladen
Mixdorf: Dorfplatz mit Kirche, Kupferhammer an der Schlaube
Schervenzsee: Campingplatz mit Badestelle
Treppeln: Rundwanderweg Wirchensee mit Försterblick, Rundweg Schlaubemühle
Chossewitz: Wildbienenlehrpfad, Fachwerkkirche
Dammendorf: Ortslehrpfad, Waldlehrpfad, Heidereiterei- und Forstmuseum,
Siehdichum: Forsthaus Siehdichum, Försterfriedhof,
Schernsdorf: Ragower Mühle
Müllrose: Kaisermühle, Historisches Feuerwehrgerätehaus mit Schlauchturm
Einkehrmöglichkeiten:
Marktrestaurant, Müllrose
Gaststätte und Imbiss am Schlaubetal Camping Schervenzsee, Schernsdorf
Gaststätte „WaldSeeHotel Wirchensee“, Neuzelle OT Treppeln
Gaststätte „Forsthaus Siehdichum“, Siehdichum OT Schernsdorf
Ragower Mühle, Siehdichum OT Schernsdorf
Gaststätte „Hotel Kaisermühle“, Müllrose OT Kaisermühl
Gut Schlafen und Campen:
Hotel „Haus Katharinensee“, Müllrose
Hotel Kaisermühle, Müllrose
Campingplatz Müllrose, Müllrose
Schlaubetal Camping Schervenzsee, Schernsdorf
WaldSeeHotel Wirchensee, Treppeln
Campingfreunde Chossewitz, Chossewitz
Ferienhaussiedlung Chossewitz
Pension Traumfänger, Chossewitz
Forsthaus Siehdichum, Siehdichum
Tour auf komoot:
Scan den Code zur komoot-Tour:

Foto: Constanze Mikeska, Titel: Dorfteich in Mixdorf
Der 240 km lange Rundkurs der Oder-Spree-Tour ab Erkner verbindet die namensgebenden Flüsse zu einem abwechslungsreichen Raderlebnis: Seeblicke genießen, sanfte Höhenzüge erklimmen, Auen und Bachtäler erkunden – und immer wieder Geschichten erleben, wenn du in historischen Städten und charmanten Dörfern vom Sattel steigst. Die Tour lässt sich gut in vier Etappen teilen: kombinierbar zum Mehrtagetrip oder dank guter Bahnanbindung als Tagesausflug.
Die beiden Teiletappen 2 und 3 führen dich von Müllrose zur Oder, nach Eisenhüttenstadt und Neuzelle und bringen dich durchs Schlaubetal bis an die Spree in Beeskow.
Start: Müllrose, Markt
Ziel: Beeskow, Markt
Länge / Dauer: 104 Kilometer / ca. 5,5 Stunden (E-Bike)
Logo / Wegstreckenzeichen: „Naturpark-Eule“ auf gelbem Grund

Wegebeschaffenheit / Streckenausbau: Weitgehend asphaltiert und überwiegend auf eigenständigen Radwegen, teils auf verkehrsarmen Nebenstraßen. Wasser- und aussichtsreich!
Verlauf: Müllrose, Brieskow-Finkenheerd, Aurith, Eisenhüttenstadt, Neuzelle, Kobbeln, Treppeln, Chossewitz, Dammendorf, Siehdichum, Mixdorf, Merz, Beeskow
An- / Abreise:
Anreise: mit RE1 bis Frankfurt (Oder), weiter mit RB36 (Königs Wusterhausen) bis Müllrose
Abreise: RB36 bis Frankfurt (Oder), anschließend RE1
Wegbeschreibung:
Etappe 2: Müllrose – Neuzelle (54 km)
In Müllrose, dem „Tor zum Schlaubetal“, startest du am Markt und wirfst auf der Seepromenade noch einen Blick über den Großen Müllroser See. Entlang des historischen Friedrich-Wilhelm-Kanals prägen Treidelkahn-Erinnerungen und Eisvogel-Beobachtungen das Bild, bevor dir in Brieskow-Finkenheerd Zeit für eine Stärkung bleibt.
An der Oder eröffnen sich Weite und Ruhe. Ein längerer Abschnitt folgt dem Oder-Neiße-Radweg durch die Ziltendorfer Niederung bis nach Fürstenberg an der Oder. Der breite, ungezähmte Fluss und seine weitläufigen Niederungen sind ein bekanntes Vogelbeobachtungsgebiet. Weiter entlang der Oder grüßt dich Neuzelle bereits aus der Ferne.
Tipp: Ein Abstecher nach Eisenhüttenstadt verbindet die historische Altstadt Fürstenberg mit der eindrucksvollen Architektur der ersten sozialistischen Planstadt Deutschlands. Das Museum „Utopie und Alltag“ vertieft den Blick auf das Leben in der DDR.
Etappe 3: Neuzelle – Beeskow (50 km)
In Neuzelle lohnt der Besuch des als „Barockwunder Brandenburgs“ bekannten Klosters mit Stiftskirche, Museum „Himmlisches Theater“ und Klostergarten. Deine Route folgt danach den Spuren der Mönche ins Schlaubetal, steigt auf die Lieberoser Platte und führt schwungvoll hinab in das tief bewaldete Tal.
In Kobbeln markiert Brandenburgs zweitgrößter Findling den Weg, am Wirchensee liegt das Quellgebiet der Schlaube. Der „Försterblick“ dort bietet einen eindrucksvollen Ausblick über den See. Bei Siehdichum zeigt sich das Schlaubetal von seiner märchenhaften Seite. Am Hammersee errichteten die Mönche einst ein Jagdhaus. Ziel ist Beeskow, die „kleine Perle an der Spree“, mit historischem Stadtkern.
Tipp: Die Altstadtrunde führt durch den Fischerkietz mit Burg, entlang der mittelalterlichen Stadtmauer zum Markt, zur Marienkirche und zum „Ältesten Haus“.
Hinweis:
Nochmals teilen kannst du die Tour durch Nutzung des verzweigten regionalen Radwegenetzes oder der Zuganbindungen an den Bahnhöfen unterwegs (Fahrauskunft vbb). Vom Bahnhof in Mixdorf und Beeskow kannst du mit der RB36 zurück nach Müllrose fahren.
Sehenswertes:
Müllrose: Naturparkhaus neben der Schlaubetal-Information im Haus des Gastes, barocke Pfarrkirche, Müllroser Mühle mit Mühlenladen, historisches Feuerwehrgerätehaus mit Schlauchturm
Groß Lindow: Treidelpfad und alte Schleusen am historischen Friedrich-Wilhelm-Kanal
Eisenhüttenstadt: Flächendenkmal Sozialistische Planstadt, Museum „Utopie und Alltag, Stadtmuseum, Altstadt Fürstenberg
Neuzelle: Kloster Neuzelle mit Kirchen, Museum „Himmlisches Theater“ und Klostergarten, Klosterbrauerei, Museum „Strohhaus“
Koppeln: Findling Koppelner Stein
Treppeln: Rundwanderweg Wirchensee mit Försterblick, Rundweg Schlaubemühle
Chossewitz: Wildbienenlehrpfad, Fachwerkkirche
Dammendorf: Ortslehrpfad, Waldlehrpfad
Siehdichum: Forsthaus Siehdichum, Försterfriedhof
Mixdorf: Kupferhammer an der Schlaube, Dorfplatz mit Kirche
Beeskow: Altstadt mit Strehleburg, Stadtmauer und St.Marien-Kirche
Einkehrmöglichkeiten:
Müllrose: Marktrestaurant, Gasthaus „Am Kanal“, Gaststätte im „Hotel Kaisermühle“, Müllrose OT Kaisermühl
Groß Lindow: Gaststätte „Preußenstuben“, Café „Holzappel“, Dorfladen
Aurit: „Bauernstübchen“
Eisenhüttenstadt: Gaststätte „Am Kietz“, „Aktivist“, Café Delizia,
Neuzelle: Gaststätte Hotel „Prinz Albrecht“, „Wilde Klosterküche“ im Klosterhotel, Café Olea & Cafea
Treppeln: Gasthof Köhler, Gaststätte „WaldSeeHotel Wirchensee“,
Siehdichum: Gaststätte „Forsthaus Siehdichum“,
Mixdorf: Gaststätte „Krug zum Schlaubetal“
Beeskow: Genuss Werk Stadt, Stadtcafé Beeskow, Schukurama, Cusina verde
Tour auf komoot:
Scan den Code zur komoot-Tour:

Foto: Florian Läufer, Titel: Wandbild in Eisenhüttenstadt
Diese idyllische Fahrradtour beginnt am romantisch an der Alten Schlaube gelegenen Hotel Kaisermühle und führt dich entlang des Friedrich-Wilhelm-Kanals durch abwechslungsreiche Naturlandschaften. An der Strecke bieten sich dir zahlreiche Gelegenheiten z.B. Eisvögel, Schellenten und verschiedene Rohrsänger zu entdecken.
Start / Ziel: Hotel Kaisermühle, Forststraße 13, 15299 Müllrose OT Kaisermühl
Länge: 17 Kilometer
Verlauf: Müllrose, Schlaubehammer, Friedrich-Wilhelm-Kanal, Groß Lindow, Müllroser Heide/Callinenberge, Müllrose
Wegbeschreibung:
Du startest am Hotel Kaisermühle, direkt an der Alten Schlaube. Bereits hier lohnt es sich, das Fernglas zu zücken, da Gebirgsstelzen oft am Bach zu beobachten sind. Zunächst führt die Strecke auf der Forststraße bis zur Brücke über den Oder-Spree-Kanal, den du in Richtung des nördlich gelegenen Teils von Kaisermühl überquerst. Nach der Brücke folgst du dem Radweg parallel zum Kanal nach Osten.
Ab Schlaubehammer führt dich die Route nun entlang des historischen Friedrich-Wilhelm-Kanals auf dem Treidelpfad, der sich nördlich des Kanals durch eine malerische Landschaft schlängelt. Im Sommer hörst du hier Teich- und Drosselrohrsänger, siehst Mönchsgrasmücken in den Büschen huschen und kannst ganzjähig Eisvögel beobachten. Besonders im Winter sind an breiteren Kanalabschnitten nahe der heute verfallenen Schleusen Schellenten und Gänsesäger zu sehen.
Bänke am kleinen Hafen von Groß Lindow laden zur Rast ein. Der Treidelkahn schaukelt auf dem Wasser und wartet auf seine nächste Fahrt. Nach der Brücke über den alten Kanal folgst du der Straße zum Dorfplatz mit kleinem Dorfladen und Kirche und wenig später dem Blockweg. Am Dorfausgang beginnt ein typischer Abschnitt Brandenburger Waldlandschaft und auf der Blockwegbrücke querst du erneut den Oder-Spree-Kanal. Oft finden sich Graureiher und im Winter auch Silberreiher am Ufer des Kanals ein.
Am kleinen Rastplatz am Roten Fließ leg eine Pause ein. Tannen- und Haubenmeisen turnen in den Baumwipfeln und im Frühling singen die Schilfrohrsänger im Röhricht. Ein gut befahrbarer Waldweg führt dich Richtung Müllrose an den 84 m hohen Callinenbergen vorbei. Hier sind Buntspechte, Schwarzspechte sowie verschiedene Meisenarten wie Blau-, Tannen- und Kohlmeisen oft zu sehen. An der historischen Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen haben Auszubildende des Forstbetriebes ein kleines Wachhäuschen und Grenzpfähle aufgestellt. Auf einer Infomationstafel kannst du die Geschichte dazu lesen.
Schließlich geht es auf einem gut ausgebauten Radweg in nordöstlicher Richtung weiter, bis du wieder der Ausgangspunkt an der Kaisermühle erreicht hast. Dort kannst du im Restaurant des Hotels die Tour mit einer Stärkung ausklingen lassen.
Tipps:
Beste Zeit: Auf dieser Tour kann man das ganz Jahr über gut Vögel beobachten.
Ausrüstung: Ein Fernglas ist empfehlenswert, um Eisvögel, Schellenten und Schwarzspechte besser beobachten zu können.
Einkehrmöglichkeiten:
Gaststätte im Hotel Kaisermühle, Müllrose
Eisverkauf am Fenster: Waldschänke, Schlaubehammer
Gaststätte „Die Preussenstuben“, Groß Lindow
Dorfladen, Groß Lindow
Café „Holzappel“, Groß Lindow
Tour auf komoot:
Scan den Code zur komoot-Tour:

Foto: Constanze Mikeska, Titel: Treidelpfad am Friedrich-Wilhelm-Kanal
Start/Ziel: Pinnower See, Hotel und Gaststätte „Karpfenschenke“, Schenkendöbern OT Pinnow
Länge /Dauer: 58 Kilometer / ca. 3,5 Stunden (E-Bike)
An- und Abfahrt: PKW
Verlauf der Tour: Pinnower See, Pinnow, Reicherskreuzer Heide, Reicherskreuz, Findlingspark, Leeskow, Jamlitz, Preilack, Tauer, Badestrand Großsee, Kleinsee, Pinnower See
Wegbeschreibung:
Vom Pinnower See führt dich der Weg in die Reicherskreuzer Heide. Ende des Sommers erwartet dich hier während der Heideblüte ein violettes Farbenmeer. Seltene Pflanzen und Tiere haben auf den ausgedehnten Trockenflächen ihren Lebensraum. Schmetterlinge tanzen über die Heide. Viele von ihnen sind Spezialisten, die nur in trockenen Heiden vorkommen.
Die liebevoll erhalten Feldsteinbauten, errichtet aus den steinigen Hinterlassenschaften der letzten Eiszeit, verleihen dem Dörfchen Reicherskreuz seinen besonderen Charakter. Ganz in der Nähe haben im Findlingspark verschiedene Künstler riesige Steine, gefunden in den nahe gelegenen Abbaugebieten der Braunkohle, fantasievoll gestaltet. Ein Abstecher lohnt sich.
Weiter führt dich die Tour am Schwansee vorbei nach Jamlitz. Einst ländlicher Rückzugsort einer Künstlerkolonie, dann mit dem Konzentrationslager Lieberose für die dort Gefangenen Schreckens- und Leidensort. Eine Gedenkstätte erinnert daran.
Ein Abstecher zum Großsee verspricht im Sommer Rast und Abkühlung am Badestrand. Vorbei am Kleinsee geht es zurück zum Pinnower See, wo du dich in der „Karpfenschenke“ mit Lausitzer Plinsen oder Deftigem aus regionaler Küche verwöhnen lassen kannst.
Sehenswertes an der Strecke:
Reicherskreuzer Heide
Naturlehrpfad, Reicherskreuzer Heide
Feldsteinhäuser und Dorfkirche, Reicherskreuz
Findlingspark, Henzendorf
Bahnhof, Jamlitz
KZ-Gedenkstätte Lieberose, Jamlitz
Badestrand, Großsee
Einkehrmöglichkeiten:
„Karpfenschänke“, Gaststätte und Hotel, Pinnower See
„Tannenstübchen“, Campingplatz Pinnower See (saisonal)
Tour auf komoot:
Scan den Code zur komoot-Tour:

Foto: Constanze Mikeska
Die Tour beginnt in Müllrose, das sich den historischen Charme eines ehemaligen Ackerbürgerstädtchens bewahrt hat, und führt dich durch den Naturpark Schlaubetal bis zum „Barockwunder Brandenburgs“ nach Neuzelle.
Start: Müllrose, Bahnhof
Ziel: Neuzelle, Bahnhof
Länge: 47 Kilometer
Wegebeschaffenheit / Streckenausbau: vorwiegend asphaltiert
Anreise: Nach Müllrose mit dem RB 36 Richtung Königs Wusterhausen oder Frankfurt (Oder)
Abreise: Von Neuzelle mit dem RB 43 oder RE 10
Verlauf der Tour: Müllrose, Ragower Mühle, Mixdorf, Kupferhammer, Siehdichum, Dammendorf, Chossewitz, Wirchensee, Treppeln, Koppeln, Möbiskruge, Neuzelle
Wegbeschreibung:
Starte die Tour nach einem Besuch im Naturparkhaus und erfahre, wie die Eiszeit die Landschaft prägte, die Menschen sie durch Jahrhunderte bis heute genutzten und welche Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt du im Naturpark erleben kannst.
Gut ausgebaute Radwege führen dich durch das idyllische Schlaube- und Oelsetal. Zur Rast einladende Forst- und Gasthäuser, Mühlen und Dorfkirchen verleihen den am Weg liegenden Orten ihren traditionellen Charme.
Die Tagestour endet in Neuzelle. Die Brüder des Zisterzienserordens, die hier im Mittelalter ein Kloster erbauten, hatten ein Gespür für das Besondere des Ortes. Heute ist das Kloster Neuzelle eine der wenigen vollständig erhaltenen Klosteranlagen in Europa. Nicht verpassen solltest du einen Besuch im „Himmlischen Theater“ und im Barockgarten mit seiner Orangerie und herrlichem Blick von den oberen Terrassen über die Oderniederung.
Sehenswert an der Strecke:
Müllrose: Barocke Pfarrkirche, Naturparkhaus Müllrose neben der Schlaubetal-Information im Haus des Gastes, Müllroser Mühle mit Mühlenladen
Schernsdorf: Ragower Mühle
Mixdorf: Kupferhammer
Siehdichum: Försterfriedhof, Forsthaus Siehdichum
Dammendorf: Heidereiterei- und Forstmuseum, Ortslehrpfad
Chossewitz: Wildbienenlehrpfad, Dorfkirche
Treppeln: Lieblingsblick „Försterblick“ am Wirchensee
Möbiskruge: Wehrkirche
Neuzelle: Strohhaus, Kloster Neuzelle mit Klosterkirche und Gartenanlage, Museum „Himmlisches Theater“, Klosterbrauerei
Einkehrmöglichkeiten:
Gasthaus „Ragower Mühle“, Schernsdorf
Gaststätte „Forsthaus Siehdichum“
Gaststätte „WaldSeeHotel Wirchensee“, Treppeln
Gasthaus Köhler, Treppeln
Gaststätte „Prinz Albrecht“, Neuzelle
Gaststätte „Klosterklause“, Neuzelle
„Wilde Klosterküche“, Neuzelle
Café „Olea & Cafea“, Neuzelle
Tour auf komoot:
Scan den Code zur komoot-Tour:

Foto: © Constanze Mikeska, Titel: Ragower Mühle
Der Tag beginnt im Kloster Neuzelle. Hier kannst du einem ganz besonderen Moment beiwohnen, wenn du in der katholischen Stiftskirche St. Marien in den frühen Morgenstunden den Chorälen der Zisterziensermönche lauscht und die ersten Sonnenstrahlen langsam den Kirchenraum durchfluten.
Start/Ziel: Kloster Neuzelle, Stiftsplatz 5, Neuzelle
Länge /Dauer: 37 Kilometer / ca. 3 Stunden
An- und Abfahrt: RE1 bis Frankfurt (Oder), weiter mit RB43 Richtung Falkenberg nach Neuzelle
Verlauf der Tour: Neuzelle, Möbiskruge, Koppeln, Treppeln, Bahro, Henzendorf, Reicherskreuzer Heide, Henzendorf, Bahro, Ossendorf, Kummro, Neuzelle
Wegbeschreibung:
Ab Neuzelle führt dich die Tour auf einem gut ausgebauten Radweg nach Möbiskruge, wo du an der kleinen Wehrkirche eine erste Pause einlegen kannst. Dann geht es weiter bis nach Kobbeln. Nur wenige Meter vom Weg entfernt befindet sich der größte Findling der Region, der während der Eiszeit eine weite Reise hinter sich gelegt hat. In Treppeln angekommen kannst du einen kleinen Abstecher zum sagenumwobenen Teufelsstein machen.
Bis nach Henzendorf ist es nicht mehr weit. Von dort gelangst du direkt in die Reicherskreuzer Heide. Aus der Ferne erblickst du große Steine, die wie auf eine Perlenkette gefädelt erscheinen. Ein Abstecher zum Findlingspark lohnt sich, die Steine dort erzählen ihre eigene Geschichte. Bei wolkenlosem Himmel erstrahlt hier bei Nacht ein unendliches Sternemeer.
Ab hier wird der Weg etwas sandig. Am Waldrand lass dein Rad stehen und geh zu Fuß weiter. Nur wenige Meter und du befindest dich mitten in der Heidelandschaft, im südlichen Teil des Naturparks Schlaubetal. Im August und September blüht hier ein kleiner violetter Traum, wenn sich der blütenreiche Teppich ausbreitet. Auf dem 4 Kilometer langen Naturlehrpfad durch die Reicherskreuzer Heide erfährst du vieles zur Entstehung und Pflege dieser Landschaft sowie den hier beheimateten, sehr seltenen Tier- und Pflanzenarten.
Zurück nach Neuzelle führt dich die Tour durch kleine Dörfer, die sich ihre Individualität bewahrt haben. Hier lassen sich dörfliche Idylle und Landschaftsräume, die sie miteinander verbinden, genießen.
Sehenswertes an der Strecke:
Kloster Neuzelle mit Kirchen, Museen und barocker Gartenanlage, Neuzelle
Klosterbrauerei, Neuzelle
Wehrkirche, Möbiskruge
Kobbelner Stein, Koppeln
Teufelsstein, Treppeln
Kirche mit separatem Kirchturm, Henzendorf
Findlingspark, Henzendorf
Naturlehrpfad, Reicherskreuzer Heide
Museum „Strohhaus“, Neuzelle
Einkehrmöglichkeiten:
Gasthaus Köhler, Treppeln
Gaststätte im Hotel „Prinz Albrecht“, Neuzelle
Gaststätte „Klosterklause“, Neuzelle
Gaststätte „Wilde Klosterküche“ im Klosterhotel, Neuzelle
Café „Olea & Cafea“, Neuzelle
Tour auf komoot:
Scan den Code zur komoot-Tour:

Foto: Constanze Mikeska
Das Hotel „Haus Katharinensee“ in Müllrose bietet eine E-Bike-Ladestation sowie einen Fahrradverleih mit zehn Fahrrädern und sechs E-Bikes, die nach Anmeldung zur Verfügung stehen. Die Lage direkt am Katharinensee lädt während der Ladezeit zum Verweilen ein – etwa bei einem Spaziergang, einer Bootstour oder im hauseigenen Terrassencafé.
Tipp: Die Umgebung bietet viele gut ausgebaute Radwege und Wanderrouten durch den Naturpark Schlaubetal und das Umland von Müllrose. Kartenmaterial dazu gibt es in der Schlaubetal-Information im Haus des Gastes und Anregungen beim Besuch des Naturparkhauses Schlaubetal gleich hinter dem Marktplatz im Kietz.
Foto: Constanze Mikeska