Bomsdorf liegt nur wenige Kilometer südlich von Neuzelle. Der kleine Ort hat eine ganz besondere Geschichte, denn er gehörte nie zum Neuzeller Klosterbesitz. Bomsdorf war über viele Jahrhunderte der Stammsitz eines gleichnamigen Adelsgeschlechts.

An- und Abreise:
PKW: A12 Abfahrt Müllrose oder Abfahrt A12 Frankfurt (Oder) und weiter auf der B112 und L45

Der Gutshof und das Gutshaus, welches liebevoll auch „Schloss“ genannt wird, lassen erahnen, welch reges Leben sich hier einst vor vielen Jahrhunderten abspielte. Unmittelbar am Gutshof grenzt der idyllische Gutspark. Der wertvolle Baumbestand sowie die vielen kleinen Teiche, die sich wie auf einer Perlenkette aneinanderreihen, verleihen dem Park etwas Märchenhaftes. Die alten und zum Teil sehr knorrigen Bäume hauchen dem Park etwas Mystisches ein. Inmitten dieser wunderschönen Parkanlage befindet sich im Schatten von hohen Bäumen die Grabstätte der letzten Ritterfamilie von Kuno.

Sehenswürdigkeiten an der Strecke:
Grabstätte der letzten Ritterfamilie
„Schloss Bomsdorf“

Karten / Literatur:
Schöne Heimat – Naturpark Schlaubetal, Frankfurt (Oder), Guben, Eisenhüttenstadt und Umgebung 1:50.000 Dr. Barthel Verlag

Mehr Informationen zum Rundweg hier und zum Park hier

Foto: Florian Läufer, Titel: Schwäne im Park Bomsdorf

​Start / Ziel: Lieberose OT Jamlitz, Dorfplatz
Länge/Dauer: 8,0 Kilometer / ca. 1 Stunde

Streckenverlauf: Dorfplatz Jamlitz – Gedenkstätte Freilandmuseum – Glashütte – Blasdorf – Fischerhaus – Jamlitz
Wegbeschaffenheit: abwechslungsreich

Jamlitz und Umgebung werden mit der Gedenkstättentour in die Rundwanderwege um Lieberose eingebunden. Neben dem Erlebnis der schönen Landschaft schlägt diese Tour aber auch ein dunkles Kapitel in der Geschichte auf, da die Strecke durch das 1943/1944 als Nebenlager des KZ Sachsenhausen errichtete ehemalige Lagergelände führt. Mit der Gedenkstätte für die Opfer wird in einer Freiland-Ausstellung dieser Teil der Geschichte aufgearbeitet und sich damit auseinandergesetzt. Die Häftlinge mussten unter dem Motto „Vernichtung durch Arbeit“ die Anlagen des SS-Truppenübungsplatzes „Kurmark“ bauen. Nacheinander wurde das Barackenlager als Konzentrationslager, SS-Straflager, Flüchtlingslager und sowjetisches Internierungslager genutzt.
Etwas abseits des Weges befindet sich der Waldfriedhof des Internierungslagers und das ehemalige Bahnhofsgebäude der Strecke Frankfurt/Oder – Cottbus, wo die Häftlinge ankamen.

Landschaftlich schön ist der Weg nach Blasdorf und auf dem ehemaligen Kleinbahndamm im Norden von Jamlitz.

Sehenswert:
* Freiluftausstellungen zum Gedenken an das KZ Lieberose und zum sowjetischen Speziallager Nr. 6 Jamlitz
* Bahnhofsgebäude von Jamlitz  – Justus Delbrück Haus

Karten/ Literatur:
„Die schönsten Rundwanderwege um Lieberose“ 1:20.000, Tourismus-AG, Auflage 1 (2017)

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